Celler Tafel e.V.
Essen, wo es hingehört
 
 

Unsere Geschichte

Die erste Tafel wurde 1993 in Berlin ins Leben gerufen und bereits zwei Jahre später sollte es in Celle eine Weitere geben. Nachdem Cornelia Schwarze sich bei der Hannover-Tafel über die Arbeitsstrukturen informiert hatte und einige Celler von ihrer Idee begeistern konnte, fand das erste Treffen in den Räumen des Hehlentorstiftes am Harburger Berg statt. Mit ihrem großen Engagement stellte Cornelia Schwarze die Weichen für die Eröffnung der Celler Tafel e.V. Ihrer Idee verdanken wir den Startschuss für diese tolle Einrichtung, die im Oktober 1995 als 5. Tafel Niedersachsens ihre Arbeit aufnahm.      

 

 

 

Dieses Foto entstand in den ersten Stunden der Celler Tafel kurz vor der Eröffnung in der Bahnhofstraße. Das Architektenbüro Baumgart & Wockenfuß stellte ihr Gebäude zur Verfügung.

 

 

Die Grundidee, Lebensmittel einzusammeln und an Hilfsorganisationen wie den Kinderschutzbund, die Bahnhofsmission oder der Organisation "Brückenbau" zu verteilen, hatte gerade ein Jahr Bestand, als sich eine weitere Notwendigkeit zeigte. 

Die ersten hungrigen Mitmenschen klopften an die gläserne Fensterfront und baten um etwas Essbares. Mit dieser ernstzunehmenden Erfahrung war eine neue Aufgabe entstanden - die direkte Ausgabe an bedürftige Menschen. Mittwochs und donnerstags wurden nun Lebensmittel direkt an den Endverbraucher verteilt.

Im Winter 1997 wurde eine bis dahin unsichtbare Notlage deutlich - die Versorgung der Obdachlosen mit einer wärmenden Suppe. Aus einem Auto heraus wurde auf dem Bahnhofsvorplatz die rettende Mahlzeit verteilt. Die Geburtsstunde der Abendtafel.

Nach dem Umzug in das Gebäude in der Hafenstraße 7 am Celler Schützenplatz, erweiterten sich die Ausgabetage und die Abendtafel wurde zur festen Einrichtung.

Schon bald stieß das Gebäude mit seinen Lagermöglichkeiten an seine Grenzen und zu allem Überfluss sah die Stadtverwaltung für das Gelände eine neue Bestimmung vor: es sollte eine Hafen-Marina entstehen. Die 1. Vorsitzende Erika Hintze stand einer großen Herausforderung gegenüber. Es mußte ein neues Gebäude her, das allen Anforderungen gerecht wurde. Das größte Geschenk in der Geschichte der Celler Tafel  folgte: Lieselotte Tansey schenkte der Celler Tafel Ende 2008 das Gebäude in der Uferstraße 10 (lesen Sie mehr unter "Das Tansey-Haus").

Dort werden zur Zeit ca. 3.400 bedürftige Menschen mit Lebensmitteln versorgt. Fünf Ausgabestellen im Stadtgebiet und sieben Stellen im Landkreis werden von dort aus mit den dringend benötigten Lebensmitteln versorgt, die in den Außenstellen einmal in der Woche an jeweils festen Ausgabetagen an die Menschen verteilt werden.

Alle Mitarbeiter arbeiten grundsätzlich ehrenamtlich. Zur Zeit sind 45 Mitarbeiter für den Dienst der guten Sache im Einsatz. Ehrenamtliche Helfer werden jedoch zu jeder Zeit gesucht (lesen Sie mehr unter "Spenden - Zeit").  

Werden Sie Teil der Geschichte - gestalten Sie mit.  

Die Anforderungen an die Lebensmittelhygiene sind im Laufe der Zeit gestiegen, so dass für die Abholung Kühlfahrzeuge angeschafft werden mussten. Die Fahrzeuge legen im Jahresverlauf über 100.000 km zurück. Im Lager wurde eine begehbare Kühlzelle zur Aufbewahrung von Joghurt- und Milchprodukten notwendig. Die Lebensmittel werden vor ihrer Verteilung auf Haltbarkeit und Güte überprüft. Alle Mitarbeiter verfügen über Gesundheitszeugnisse. So wird die Celler Tafel der Lebensmittelhygieneverordnung und dem Infektionsschutzgesetz gerecht.

Die Celler Tafel ist Mitglied im Bundesverband Deutsche Tafel e.V. Somit folgt die Celler Tafel dem Grundsatz, als gemeinnütziger und mildtätiger Verein tätig zu sein. Das bedeutet, dass alle Aufgaben von Ehrenamtlichen und freiwilligen Helfern sowie durch die beschäftigten 1-€-Kräfte erledigt werden und dass sich der Verein allein durch Spenden finanziert (lesen Sie mehr unter "Spenden - Geld").

Die Tafeln respektieren den Gebietsschutz ohne miteinander zu konkurrieren. Sie arbeiten unabhängig von politischen Parteien und Konfessionen.

Alle Tafeln arbeiten nach den Tafelgrundsätzen des Bundesverbandes Deutsche Tafeln e.V. Die Tafelgrundsätze vereinheitlichen die Arbeit der Tafeln und der Bundesverband achtet auf die Einhaltung dieser Leitlinien. Eine Frage der Ehre, denn eine Missachtung hat die Aberkennung der Bezeichnung "Tafel" zur Folge. "Tafel" ist ein eingetragenes Markenzeichen und rechtlich geschützt.

Bundesverband Deutsche Tafel e.V.        www.tafel.de

Die Grundsätze der Tafeln                         www.tafel.de/die-tafeln/tafel-grundsaetze.html